Richtig Schattenboxen lernen
Schattenboxen ist nicht nur für professionelle Boxer oder Kickboxer, sondern es kann für jeden Kämpfer ein wichtiges Trainingselement sein. So ziemlich jeder hat sicherlich mal im TV gesehen, wie ein Boxer vor dem Spiegel steht oder frei im Ring und Schläge in die Luft schlägt. Es sieht nicht nur cool aus, sondern ist auch ein gutes Training für die Ausdauer und Koordination.
Wie geht Schattenboxen?
Es sieht leicht aus, aber dahinter steckt eine Menge Konzentration und Anstrengung. Man stellt sich schulterbreit in die Kampfstellung. Bei Rechtshändern das linke Bein vor und bei Linkshändern natürlich umgekehrt.
Die Hände zu Fäusten ballen und vor dem Kinn halten. Am besten noch vor einem schönen großen Spiegel etwa in 2m Entfernung. Jetzt schlägt man in die Luft und der Gegner ist dabei das eigene Spiegelbild, dabei versucht ihr euer Spiegelbild an verschiedenen Körperstellen zu treffen.
Lasst eurer Kreativität freien Lauf und versucht Kombinationen zum Kopf, Körper und auch auch ab und an zu Blocken, Auszuweichen und auch Kontern nicht zu vergessen. Dies könnte zum Beispiel so aussehen: Linke und rechte Gerade zum Kopf, danach einen linken Haken zum Kopf und dann noch eine rechte zum Körper. Ihr werdet sehr schnell selbst bemerken, dass dies nicht so einfach ist, wie es sich vielleicht anhört, denn das ganze ist ein sehr schweißtreibendes Training.
Worauf ist beim Schattenboxen zu achten?
Achtet darauf den Schlag nie voll durchzuziehen! Das bedeutet, dass die Arme beim Schlag nie komplett gestreckt sind, sondern immer kurz vor dem Ende abgebremst und wieder schnell in die Ausgangsstellung vor dem Kinn zurückgebracht werden. Eure Gelenke werden es euch später danken. Hält man sich nicht daran und schlägt ins Gelenk, werden schon nach kurzer Zeit starke Schmerzen im Gelenk auftreten. Langzeitschäden könnten die Folge sein.
Der Sinn vom Schattenboxen
Der Sinn vom Schattenboxen ist es aber auch sich selber vor dem Spiegel zu analysieren. Führt man seine Schläge richtig aus? Drehen sich die Hüfte und Beine mit? Vergesse ich meine Schritte beim Schlagen? Halte ich auch immer schön meine Hände oben? Wie ist meine Beinarbeit allgemein und wie bewege ich mich? Dies sind alles wichtige Faktoren und helfen einem Kampfsportler sehr seine Technik zu verbessern.
Natürlich sollte man auch wissen, wann etwas richtig ausgeführt wurde und wie man es verbessern kann. Anfänger sollten dennoch vielleicht einen Trainer neben sich stehen haben, der einen analysiert oder zmd. einen etwas fortgeschrittenen Boxer, der einem bei den ersten Versuchen hilft. Schon nach kurzer Zeit werdet ihr merken, wie viel euch das Schattenboxen doch eigentlich bringt. Es eignet sich zudem sehr gut zum Aufwärmen oder zum lockerem Ausboxen nach dem Training.
Hinterlasst uns einen Kommentar von euren Erfahrungen und Berichten über zerbrochene Spiegel!
Hier noch ein kleines Video von Manny “Pacman” Pacquiao beim Schattenboxen, als kleiner Vorgeschmack.
Foto: graur razvan ionut, 30 Mai 2011/freedigitalphotos.net
tyson
Danke für die Tipps, ich als Anfänger hatte es ein paar mal versucht und weiss nun was ich beim Schattenboxen falsch gemacht habe
Heinrich Petersen
Was denn - wäre schon interessant zu wissen…
Ich hab die Arme oft voll durchgestreckt, aber auch erst ein paar Mal überhaupt Schattenboxen gemacht.
Zum Glück! Nun werde ich es nicht mehr so machen.