Wie überwindet man seine Ängste im Boxen

Boxen ist ein Sport, der viel körperliche und geistige Härte erfordert. Doch selbst die erfahrensten Boxer können Angst und Furcht empfinden, wenn sie in den Ring steigen.

Angst kann sich auf viele Arten äußern, z. B. als Nervosität vor einem Kampf, als Sorge, verletzt zu werden, oder als Selbstzweifel während des Trainings. Diese Gefühle können die Leistung erheblich beeinträchtigen und es schwierig machen, dein volles Potenzial als Boxer auszuschöpfen.

In diesem Artikel gehe ich auf das Wesen von Angst und Furcht beim Boxen ein und stelle Strategien vor, wie du diese Hindernisse überwinden und deine Leistung im Ring verbessern kannst.

Ist die Furcht im Boxen normal?

Angst ist eine natürliche und normale Reaktion auf eine wahrgenommene Gefahr.

Wenn wir auf etwas treffen, das wir als bedrohlich empfinden, schüttet unser Körper Adrenalin und andere Stresshormone aus, die uns darauf vorbereiten, entweder zu kämpfen oder zu fliehen.

Diese Reaktion wird gemeinhin als Kampf- oder Fluchtreaktion bezeichnet.

Während diese Reaktion in gefährlichen Situationen hilfreich sein kann, kann sie im Ring auch ein großes Hindernis sein.

Beim Boxen kann sich die Angst auf unterschiedliche Weise äußern.

  • Manche Boxer zeigen körperliche Symptome wie Zittern oder Schwitzen.
  • Andere wiederum haben eher psychische Symptome wie Selbstzweifel oder negative Gedanken.

Unabhängig von den spezifischen Symptomen kann sich Angst stark auf die Leistung auswirken, indem sie Ablenkungen verursacht und es schwierig macht, sich auf die anstehende Aufgabe zu konzentrieren.

Warum haben manche Menschen Angst vor dem Boxen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum manche Menschen Angst vor dem Boxen haben.

Einige der häufigsten Gründe sind:

  • Angst vor körperlichen Verletzungen: Für viele Menschen ist die Angst, sich beim Boxen zu verletzen, einer der Hauptgründe, warum sie Angst vor dem Boxen haben. Der Sport kann körperlich anstrengend sein, und das Risiko, sich zu verletzen, ist immer gegeben. Diese Angst kann bei Menschen, die schon einmal eine Verletzung erlebt haben, besonders groß sein.
  • Angst vor dem Versagen: Für viele Menschen ist die Angst vor dem Versagen ein weiterer wichtiger Grund, warum sie Angst vor dem Boxen haben. Der Sport kann sehr wettbewerbsorientiert sein und der Druck, gute Leistungen zu erbringen, ist hoch. Diese Angst kann besonders stark sein, wenn man schon einmal schlechte Erfahrungen im Ring gemacht hat und sich selber zu viel Druck macht.
  • Furcht vor dem Unbekannten: Für manche Menschen ist die Angst vor dem Unbekannten ein wichtiger Grund, warum sie Angst vor dem Boxen haben. Vielleicht sind sie mit dem Sport, der Ausrüstung oder dem Training nicht vertraut, was ein Gefühl von Unbehagen und Unsicherheit hervorrufen kann.
  • Angst vor sozialer Bewertung: Für viele Menschen ist die Angst, von anderen beurteilt zu werden, ein wichtiger Grund für ihre Angst vor dem Boxen. Der Sport wird vor den Augen anderer ausgeübt und die Menschen fürchten, dass sie von anderen beurteilt werden, wenn sie verlieren oder eine schlechte Leistung erbringen.
  • Frühere traumatische Erfahrungen: Menschen, die in der Vergangenheit traumatische Erfahrungen gemacht haben oder unter Angstzuständen und Phobien leiden, können größere Schwierigkeiten haben, ihre Angst vor dem Sport zu überwinden, auch wenn sie es wollen.

Das sind nur ein paar Beispiele für die vielen Gründe, warum manche Menschen Angst vor dem Boxen haben können.

Es ist wichtig zu wissen, dass jeder Mensch anders ist und unterschiedliche Gründe für seine Angst haben kann.

Und wenn die Angst das tägliche Leben und die Lebensqualität einer Person beeinträchtigt, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Tipp: Lese dir auch meinen Artikel durch, wie du deine Angst als aktive Verteidigung im Boxen nutzen kannst.

Wie überwindet man seine Angst im Boxen?

Um Ängste und Befürchtungen beim Boxen zu überwinden, ist es wichtig, die Ängste, die dich zurückhalten, erst einmal zu identifizieren.

Das kannst du tun, indem du ein Tagebuch führst, mit einem Trainer oder Therapeuten sprichst oder einfach über deine Erfahrungen im Ring nachdenkst.

Sobald du deine spezifischen Ängste erkannt hast, kannst du daran arbeiten, sie zu überwinden.

Und wie überwindet man seine Ängst beim Boxen?

Um deine Ängste zu überwinden, ist es wichtig, sich ihnen zu stellen.

Eine Strategie, die dabei hilfreich sein kann, ist die Visualisierung.

Dabei stellst du dir die Sache, vor der du dich fürchtest, vor deinem geistigen Auge vor und übst, dich ihr zu stellen.

Indem du dich der Angst immer wieder stellst, kannst du allmählich dein Selbstvertrauen aufbauen und deine Angst abbauen.

Eine weitere nützliche Technik ist die Desensibilisierung.

Dabei setzt du dich schrittweise dem, wovor du dich fürchtest, in der Realität aus.

Das wäre im Falle der Angst vor Schlägen im Boxen ein kontrolliertes Sparring im Boxverein.

Trage dazu am besten eine Schutzausrüstung, um dich an die Schläge zu gewöhnen.

Du beginnst mit kleinen, überschaubaren Situationen und arbeitest dich allmählich an anspruchsvollere Szenarien heran.

Das kann dir helfen, dein Selbstvertrauen zu stärken und deine Angst mit der Zeit zu reduzieren.

Wie kann man sein Selbstvertrauen im Boxsport aufbauen?

Selbstvertrauen ist ein wichtiger Aspekt bei der Überwindung von Angst und Furcht beim Boxen.

An dieser Stelle will ich ein Indianer Zitat aus einem Film (der mir nicht mehr einfällt) erwähnen.

Die Angst ist wie eine Krankheit. Entferne diese Krankheit aus deinem Herzen und lasse nicht zu das sich diese auf deine Mitmenschen verbreitet.

Zitat Unbekannt

Wenn du an dich und deine Fähigkeiten glaubst, lässt du dich weniger leicht von der Angst abhalten.

Eine Möglichkeit, Selbstvertrauen aufzubauen, besteht darin, dir kleine Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten, sie zu erreichen.

Das kann dir helfen, Fortschritte in deinem Training zu sehen und gibt dir ein Gefühl der Erfüllung.

Eine andere Möglichkeit, Selbstvertrauen aufzubauen, besteht darin, dich auf vergangene Erfolge zu konzentrieren und dich an die Zeiten zu erinnern, in denen du im Ring gut abgeschnitten hast.

Tipp: Vielleicht hilft dir auch mein anderer Blogartikel mit motivierenden Zitaten.

Fazit über die Angst im Boxen

Furcht und Angst sind natürliche und normale Reaktionen auf den Wettkampfstress und können im Ring ein großes Hindernis darstellen.

Wenn du jedoch die Natur der Angst verstehst, deine spezifischen Ängste erkennst, dich ihnen stellst und Selbstvertrauen aufbaust, kannst du diese Hindernisse überwinden und dein volles Potenzial als Boxer ausschöpfen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass jeder Mensch seine eigenen Ängste und Kämpfe hat und dass der Weg, sie zu überwinden, nicht einfach ist.

Aber mit Hingabe, Ausdauer und den richtigen Strategien kannst du deine Ängste überwinden und deine Ziele erreichen.

Scheue, dich nicht um Hilfe zu bitten und einen Coach, Therapeuten oder eine Fachkraft um Rat zu fragen, wenn deine Angst dein tägliches Leben beeinträchtigt.

Das Wichtigste ist, dass du dir vor Augen hältst, dass Angst und Furcht ein natürlicher Teil der menschlichen Erfahrung sind und es in Ordnung ist, sie zu spüren.

Sei stolz auf dich, dass du den Schritt gewagt hast, etwas Neues und Herausforderndes auszuprobieren.

Denke daran, dich auf die Fortschritte und Erfolge zu konzentrieren, die du erzielt hast.

Treibe dich weiter an und strebe immer danach, die beste Version von dir selbst zu sein.

Hast du weitere Fragen zur Angst im Boxsport?

Du kannst mich auf einem meiner Social Media Kanäle kontaktieren.

Viel Erfolg beim Boxen!

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Hi. Ich bin Adnan, enthusiastischer Amateur-Boxer seit 2012 und der Gründer von Schattenboxen. Ich teile meine jahrelange Erfahrung im Boxsport und helfe Amateuren besser zu boxen.

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