Wie spart man seine Energie im Boxkampf

Mir ist aufgefallen, dass viele Boxer zu hektisch, panisch und einfach zu aktiv sind.

Auch bei mir war dies in meiner Zeit als Boxanfänger so, dass ich viele unnötige Bewegungen eingebunden habe, die mich nur Kraft gekostet, aber keinen Nutzen gebracht hat.

Wie kann man also Kraft und Energie im Boxkampf sparen, um besser durch den Kampf zu kommen?

Warum ist es wichtig unnötige Bewegungen beim Boxen zu vermeiden?

Es gibt verschiedene Arten und Möglichkeiten zu boxen und das meiste aus der eigenen Energie zu holen.

Manche haben im Boxkampf mehr Erfolg, wenn diese unermüdlich den Gegner angreifen. Das erfordert aber viel Ausdauer und kostet eine Menge Kraft.

Andere wiederum sind besser beraten, wenn diese taktischer vorgehen und dabei unnötige Bewegungen beim Boxen vermeiden.

Boxe smart, nicht hart! Das ist meine Devise.

Was meine ich damit?

Ich erkläre dir das am besten, indem ich es mit dem Fußball vergleiche.

Bei der Fußball Europameisterschaft im Spiel der Schweden habe ich vor allem Zlatan Ibrahimovic beobachtet.

Ibrahimovic hielt ich für einen faulen Spieler mit einem zu großen Ego. Doch dann hatte er aber auch seine Glanzmomente und rannte los, um den Ball zu holen und behauptete sich oft im Zweikampf.

Dabei dachte ich mir: Ok, er hat alles als Fußballer geschafft, wovon andere nur träumen können und ruht sich nun auf seinen Lorbeeren aus.

Erst später verstand ich, dass ein Spieler mit seinem Kaliber und so viel Erfahrung weiß, wann und wo er am besten zu stehen hat und was er unternehmen muss, um sich selber günstige Gelegenheiten zu schaffen.

Und so ist es auch im Boxen.

Du musst als Boxer unnötige Bewegungen vermeiden und jedem Bewegungsablauf einen Sinn geben, so das deine Kräfte im Kampf gezielt eingesetzt werden und am effektivsten sind.

Es ist im Sparring oder im Wettkampf wichtig schnell zu verstehen, wie dein Gegner boxt und wie du gegen diesen klug vorgehst, um zu gewinnen. Nur dann wirst du mit einer Strategie boxen und unnötige Bewegungen vermeiden.

Tipp: Lese dir auch meinen Artikel über das Sparring im Boxverein durch. Darin findest du sicher hilfreiche Tipps, die du noch nicht kanntest.

Wie vermeidet man unnötige Bewegungen im Boxkampf?

Ich kann mich noch gut an die ersten Zeiten beim Sparring erinnern.

Gerade einmal 2 Wochen im Boxtraining und inspiriert durch eines meiner Boxidole – Mike Tyson – versuchte ich ständig in Bewegung zu bleiben. Mein Ziel im Boxsparring war, meinen Gegner zu verwirren.

Wie du dir vorstellen kannst, hat das nicht wirklich funktioniert.

Ich habe damit nur erreicht, dass ich unnötig Kraft beim Boxen verschwendet habe und war schon nach kurzer Zeit außer Atem.

Vor allem dann, wenn man darin nicht richtig trainiert worden ist, sieht das ganze auch komisch und nicht elegant aus.

Der Gegner hingegen hat es klug gemacht. Er hat diese Gelegenheit genutzt, um sich einfach etwas auszuruhen. Erst dann, als sich eine gute Lücke geöffnet hat, gab es einen Explosiven Angriff.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ein gewisses Maß an Bewegung ist beim Boxen gut, aber man darf es nicht übertreiben.

Wie viel Bewegung im Boxen ist aber zu viel?

Das kann dir niemand sagen und du musst lernen dich selber zu analysieren.

Durch meine Selbstanalyse ist mir aufgefallen, dass ich mich zu viel Bewegt habe, wenn der Gegner nichts gemacht hat und einfach nur auf einer Stelle stand.

  • Achte auf deine Gegner und was er macht.
  • Nutze beim Kontern die offenen Stellen und starte explosiv einen Angriff. Deswegen ist die Explosivkraft sehr wichtig.

Warte aber nicht nur auf deinen Gegner und boxe nicht nach seinem Tempo.

Hast du den Artikel bis hier gelesen, dann erinnere dich, dass du den Boxkampf mit deinem Tempo führen musst.

Tipp: Vielleicht interessiert dich auch mein Artikel, wie du deine Aufmerksamkeit beim Boxen erhöhen kannst.

Vermeide unermüdliches nach vorne marschieren beim Boxen

Es gibt einige Boxer, die nur eine Richtung im Boxkampf kennen – nach vorne marschieren.

Dabei gehen die meisten Angriffe auf die Deckung des Gegners. Manchmal haben sie aber auch mit dieser Methode bei schwachen Gegnern Erfolg.

Im schlimmsten Fall ermüdet man durch den enormen Energieverbrauch bereits nach wenigen Runden, wodurch die Konzentration nachlässt und die Konterangriffe des Gegners effektiver werden.

Verstehe mich nicht falsch.

Der Grad zwischen einem harten und unkontrollierten Angriff beim Boxen im Vergleich zu einem taktisch klugen Angriff ist schmal.

Wenn du im Sparring oder im Wettkampf ständig versuchst, nach vorne zu schreiten und dabei häufig Schläge wirfst, die keine Punkte bringen, dann wirst du verlieren. Du hast also unnötig Energie im Boxkampf verschwendet und musst im weiteren Verlauf des Boxkampfes die Fehler ausbessern, was wieder neue Energie kostet.

Doch wie übertrage ich diese Taktik des Energiesparens auf das Boxen fragst du dich?

Versuche, ruhig zu bleiben und lieber auch mal nach hinten zu gehen, um neue Möglichkeiten im Boxkampf zu schaffen.

Aber es erfordert eine Menge an Erfahrung im Boxen und gute Instinkte, um schnell entscheiden zu können, ob es sich lohnt, lieber mal einen Gang zurück zu schalten.

Schauen wir uns den letzten Boxkampf zwischen Manny Pacquiao und Floyd Mayweather Jr. einmal an.

Mayweather lässt Pacquiao sich ordentlich auspowern und geht lieber einen Schritt zurück als unnötig auf die Deckung seines Gegners zu boxen. So hat u. a. Muhammad Ali 1975, Joe Frazier in Manila besiegen können, wo die Statistik doch klar gegen ihn war.

Gerade Anfänger geraten schnell in eine Art Rage, wenn sie ihren Gegner an den Seilen festnageln.

Durch den Adrenalinstoß und die Anfeuerung der Massen lassen sich viele beeinflussen und hauen auf die Deckung, so als ob es kein Morgen mehr gibt. Dabei sind die meisten Schläge nicht effektiv und kosten viel Ausdauer und Kraft.

So ein Boxkampf kann nach der ersten Runde einen ziemlich platt machen. Da könnt ihr noch so ein guter Techniker sein, wenn euer Gegner die größeren Kraftreserven hat, ist es wahrscheinlich, dass er gewinnen wird.

Bleibe lieber cool, entspanne dich und achte drauf wie du deine Energie im Boxkampf einsetzt.

Tipp: Lese dir meinen Blogartikel durch, in dem ich mehr Tipps gebe, wie du besser Boxen lernen kannst.

Wie spart man Energie beim Boxen?

Boxen erfordert viel Energie, um über mehrere Runden zu boxen.

Im Profiboxkampf sind das oft 12 Runden und bei den Amateuren lediglich 3 – je nach Veranstaltung.

Selbst eine Runde im Boxring kostet viel Energie und man muss lernen, wie man diese über die volle Rundendauer einteilt.

Es gibt ein paar Möglichkeiten, beim Boxen Energie zu sparen:

  • Halte dein Tempo ein: Beginne nicht zu schnell und versuche, während des Kampfes ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten. Du musst dein Tempo boxen, darfst aber nicht deutlich unter dem Tempo deines Gegners kommen.
  • Entspanne dich: Versuche, dich zwischen den Runden und während des Kampfes so gut wie möglich zu entspannen. Wenn du dich verkrampfst, verbrauchst du viel Energie beim Boxen.
  • Nutze deine Beinarbeit: Eine gute Beinarbeit kann dir im Boxkampf helfen, dich effizient in und aus der Reichweite zu bewegen und so Energie zu sparen.
  • Schütze dich: Die Verteidigung ist genauso wichtig wie der Angriff. Setze die richtige Boxtechnik zum Blocken und zum Ausweichen ein, um deinen Energieaufwand zu verringern.
  • Trainiere richtig: Richtiges Training hilft dir, deine kardiovaskuläre Ausdauer und deine allgemeine Kraft zu verbessern, was dir helfen kann, während eines Kampfes Energie zu sparen.

Tipp: Lese in meinem anderen Blogartikel, wie du deine Ausdauer als Boxer mit dem Joggen erhöhen kannst.

Fazit, wie man unnötige Bewegungen beim Boxen vermeidet und seine Energie einteilt

Es ist wichtig, unnötige Bewegungen beim Boxen zu vermeiden, um Energie zu sparen und im Kampf effektiver zu sein.

Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, taktischer vorzugehen und die Bewegungen deines Gegners zu analysieren, um den besten Zeitpunkt für einen Schlag zu bestimmen.

Man sollte nicht ständig nach vorne marschieren, denn das kann kräftezehrend sein und zu nachlassender Konzentration und erhöhter Anfälligkeit für Gegenangriffe führen.

Analysiere selbst, wo du die meiste Kraft verschwendet hast und wo du etwas einsparen kannst, dann hast du auch gegen überlegene Gegner einen entscheidenden Vorteil.

Außerdem ist es wichtig, in deinem eigenen Tempo zu boxen und nicht zu versuchen, die Geschwindigkeit deines Gegners zu erreichen.

Der Schlüssel zum Erfolg beim Boxen liegt darin, intelligent und nicht hart zu kämpfen.

Sei taktisch überlegen, konzentriere dich, verschwende nicht unnötig Energie beim Boxen und trainiere deine Fähigkeit, durch das Sparring im richtigen Moment zu handeln.

Hast du weitere Fragen zu diesem Thema?

Du kannst mich auf meinen Social Media Kanälen kontaktieren.

Viel Erfolg beim Boxen!

Foto des Autors
Hi. Ich bin Adnan, enthusiastischer Amateur-Boxer seit 2012 und der Gründer von Schattenboxen. Ich teile meine jahrelange Erfahrung im Boxsport und helfe Amateuren besser zu boxen.

Welche Trainingseinheiten sind für Boxer wichtig

Boxsportler gehören zu den vielseitigsten Athleten überhaupt, daher ist es keine Überraschung, dass es eine Menge zu lernen gibt. Im Boxsport gibt es viele Trainingsmöglichkeiten, aber nicht alle sind für…