Laufbekleidung für den Herbst und Winter

laufbekleidung für boxerNachdem der Sommer nicht so richtig seinen Weg nach Deutschland gefunden hatte, stehen wir vor dem Herbst und Winter. Der Übergang der Jahreszeiten ist sogleich ein Punkt, an dem viele das Wetter unterschätzen und daraufhin erkranken.

Gerade Kampfsportler, die ihre Ausdauer durch Joggen steigern wollen, ist dies sehr gefährlich. Oftmals wird weiterhin mit der gewöhnlichen Kleidung die Outdooraktivität unternommen und es fehlt an der richtigen Laufbekleidung für den Herbst und Winter.

In diesem Artikel möchte ich euch ein paar nützliche Tipps geben, wie ihr die kalte Jahreszeit richtig durchsteht und weiterhin aktiv trainieren könnt.

37°C beträgt die Körpertemperatur des menschlichen Körpers. Schon die leichtesten Abweichungen können ein unangenehmes Gefühl der Hitze oder Kälte hervorrufen, deswegen ist die Wahl der richtigen Laufbekleidung sehr entscheidend.

Was im Sommer ganz einfach ist, wird für die kälteren Tage zu einer kniffeligen Kleiderwahl. Entscheidend ist die richtige Balance zwischen „zu viel“ und „zu wenig“. Sicherlich habt ihr schon einmal gehört, dass man sich nach dem „Zwiebelprinzip“ anziehen sollte!?

Dies ist ein weitverbreitetes Prinzip, nicht nur bei Joggern, den jeder logische Menschenverstand automatisch anwendet. Es ist nur logisch, dass ihr zuerst ein Thermoshirt anzieht und zuletzt die Regenjacke.

Viel wichtiger ist jedoch die richtige Wahl der passenden Laufbekleidung und welche ihr euch für die kalte Jahreszeit anschaffen solltet.

Laufbekleidung für den Herbst & Winter

Mit der Zeit wird jeder für sich selber herausfinden, welche die richtige Kleidungswahl für den eigenen Körper ist. Aber gerade für Laufanfänger, die ihre erste Wintersaison erleben, dürfte dieser Artikel sicherlich interessant sein. Hier zähle ich ein paar Basis Kleidungsstücke auf, die in keinem Schrank fehlen sollten.

Laufsocken

Joggen ist ohne gute Sportsocken nicht empfehlenswert, da sich unter anderem schnell Blasen bilden können. Ganz besonders im Winter braucht ihr etwas dickere Laufsocken, die am besten über den Knöchel gehen, damit sich keine Lücke bildet und die kalte Luft besser abgehalten werden kann.

Ich verwende zum Beispiel die Modelle von Gore Running die sich nicht zu schnell mit Schweiß vollsaugen und nach dem Training auch leichter trocknen. Vermeiden solltet ihr unbedingt dicke Wollsocken, sonst schwitzen eure Füße zu sehr und rutschen eventuell im Schuh sogar weg.

Wenn es euch zu kalt an den Füßen wird, oder ihr generell kalte Füße habt, dann kann man sich auch einfach zwei Paar Laufsocken drüberziehen.

Funktionsunterwäsche

Die Beine sind etwas weniger kälteempfindlich als andere Stellen im Körper, jedoch empfehle ich das Joggen mit Funktionsunterwäsche, auch „Longtights“ genannt.

Bei den etwas wärmeren Herbsttagen laufe ich obenherum mit warmer Kleidung und unten nur mit passenden Shorts. Im Winter sieht man häufig auch viele Jogger die so laufen gehen, allerdings sollte man das vermeiden, wenn man zu schnell krank wird und den Körper nicht schon im Herbst langsam drauf vorbereitet hat.

Wem das Ganze unangenehm ist in engen Hosen zu laufen, der kann einfach wie ich noch eine Boxerhose drüber ziehen. Dies sieht auch stylisher aus und hält den Körper noch etwas wärmer.

Am besten kauft ihr euch zwei Paare, eine etwas dünnere und dann noch eine dickere Funktionsunterwäsche für die wirklich kalten Tage.

Es kommt bei mir nicht selten vor, wenn ich mich für einen Wettkampf vorbereite, dass ich das Risiko zu erkranken minimiere und auch im Training unter meiner Boxerhose eine Funktionsunterhose anziehe.

Running Longsleeve

Ohne ein Longsleeve könnte ich mir im Winter nicht mehr vorstellen zu joggen. Früher habe ich mir einfach ein paar Langarmshirts und einen dicken Hoodie drübergezogen, jedoch haben diese nicht ansatzweise den gleichen Nutzen wie ein Longsleeve gebracht.

Wenn man mehr als zweimal in der Woche laufen geht, dann empfiehlt es sich gleich mehrere von diesen Longsleeves zu kaufen. Diese halten euch im Winter schön warm und wiegen nicht zu viel, dass sie euch beim Laufen stören könnten.

Laufjacke

Eine gute Laufjacke ist sehr wichtig, wenn ihr auch bei Regen und Wind im Park laufen wollt. Deswegen ist es wichtig, dass das Material Wind- und wasserdicht ist. Gerade die Winddichte ist sehr entscheidend, da euer Körper ansonsten viel schneller auskühlen kann und ihr das Risiko einer Erkrankung erhöht.

Einige Hersteller bieten atmungsaktive Jacken an, die dazu beitragen, dass sich der Schweiß nicht in der Jacke staut und als Wasserdampf entweichen kann. Außerdem sollte die Jacke in einer hellen Farbe sein und Reflektoren besitzen, damit ihr auch im Dunkeln sichtbar für andere Jogger und Radfahrer seid.

Extra Tipp: Kauft euch gleich ein Modell, welches eine odere mehrere integrierte Taschen haben, damit ihr eure Hausschlüssel verstauen könnt.

Handschuhe & Mütze

Mein Lauftraining starte ich im Herbst und im Winter generell immer mit ein Paar Handschuhen. Diese werden zwar im Laufe der Zeit wärmer, nachdem die Durchblutung verstärkt wurde, jedoch gehe ich immer auf Nummer sicher und packe diese eventuell später in meine Jackentasche ein.

Sollte euch ein Paar Handschuhe nicht ausreichen, dann könnt ihr ein Paar dünner und dicker Handschuhe anziehen. Wenn es mal wirklich kalt wird und die Finger frieren, dann bilde ich im Handschuh einfach eine Faust.

Eine Mütze ist im Herbst noch kein Muss, sollte aber im Winter getragen werden. Der Körper verliert durch den Kopf die meiste wärme. Eine warme Mütze hält euren Kopf und die Ohren schön warm und verhindert das ihr zu schnell auskühlt.

Vermeidet eine dicke Wollmütze, da sich diese zu sehr mit dem Schweiß vollsaugt und die angereicherte Flüssigkeit euren Körper mehr auskühlt. Geeigneter ist eine spezielle Fleece-Mütze, die es schon zum kleinen Preis gibt.

Laufbekleidung auswählen

Wenn ihr euch nun die richtige Kleidung für das Joggen angeschafft habt, geht es zur richtigen Auswahl. Oftmals unterschätzen wir die produzierte Wärme unseres Körpers beim Laufen und ziehen uns so an, dass uns anschließend viel zu warm oder zu kalt ist.

Deswegen solltet ihr die Temperatur erst einmal testen, bevor ihr anfängt euch anzuziehen. Geht dazu am besten kurz vor die Haustür oder macht euer Fenster auf, um zu fühlen wie kalt oder warm es wirklich ist.

Zum Beispiel wollt ihr im Winter ein Spaziergang unternehmen und zieht euch richtig dick mit einer Winterjacke und Wollmütze an. Für das Laufen wäre das viel zu warm und schon nach einem km würdet ihr euch wie in einer Sauna fühlen.

Ein Longsleeve und eine Laufjacke würden aber vollkommen ausreichen. Natürlich ist das Wärmeempfinden sehr individuell und jeder muss selber schauen, wie man am besten eingekleidet ist.

Wer schneller friert und häufig kalte Füße und Hände hat, sollte sich lieber etwas dicker anziehen. Generell gilt im Winter, lieber zu viel als zu wenig. Nach ein paar Läufen lernt ihr euren Körper besser kennen und könnt euch passender einkleiden.

Achtet aber auch auf die Wetterbedingungen. Wer nicht ganz so gut abschätzen kann, ob es bald regnet oder schneit, der kann sein Smartphone benutzen und auf die Wetterapp schauen.

Falls es nach Regen aussieht, solltet ihr unbedingt eure Regenjacke anziehen, damit ihr nicht vollkommen durchnässt werdet. Wasser entzieht dem Körper schnell Wärme und lässt euch unterkühlen, da ist eine Erkältung vorprogrammiert.

Nutzt du auch die kalten Tage im Herbst und Winter, um deine Ausdauer durch das Joggen zu steigern? Schreibe uns hier unten deine Meinung in die Kommentare.

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